es gibt Fragen auf Reisen die man ständig von Menschen gestellt bekommt. Wie lange reist du schon, wohin geht es als nächstes, wie lange bist du an diesem Ort geblieben und woher kommst du? (okay, meistens bin ich diejenige die diese Fragen stellt, aber es ist doch auch so interessant). Meine Antwort natürlich; Germany und bevor ich noch etwas sagen kann bekomme ich ein verwundertes Gesicht als Gegenantwort. Oder aber, "But you are so tanned?". Meine Mama ist auf den Philippinen geboren und deshalb bin ich halb Filipina und halb Deutsch, ich kann wirklich sagen das ich zum Teil mit philippinischen Gewohnheiten aufgewachsen bin. Reis zum Frühstück, Reis zum Mittagessen, Reis zum Abendessen und Reis sogar in der Schule, ach ich liebe Reis. (Meine Familie isst 35 KG Reis im Monat, bei sechs Köpfen ist das doch eine humane Zahl oder)? Natürlich auch philippinische Leckereien gibt es Zuhause, Karaoke zu jeder Party und die philippinische Regel; Family first. Schon als ich ein kleines Mädchen war habe ich davon geträumt in das Land zu fliegen wo meine Mama und meine Oma aufgewachsen sind und vor allem meine Familie die ich noch nie kennen lernen durfte, zu besuchen. Dieser Wunsch ging dann wohl zum Teil vor zwei Monaten in Erfüllung. Ich habe auf viele Fragen die ich mir im Leben gestellt habe Antworten bekommen und habe viele Gewohnheiten in mir wieder gefunden und das macht mich glücklich (Messer und Gabel benutze ich kaum, am liebste esse ich nur mit Löffel und der linken Hand - komisch? Hier auf den Philippinen nicht. Doch leider konnte ich den anderen Teil meiner Familie nicht kennen lernen, da sie im Süden der Philippinen wohnen, Minadanao, dort wo Krieg herrscht, wo Menschen Tag auf Tag Angst verspüren, um Ihr Leben bangen müssen und nicht auf die Straße gehen können, genau der Grund warum meine Oma nach Deutschland gekommen ist.
Es macht mich traurig, sollten Menschen denn nicht schon längst damit aufgehört haben sich wegen Ihrer Religion zu bekriegen? Auch wenn das meiner Meinung nach nichts mit "Religion"zu tun hat.
Doch trotz allem hoffe ich eines Tages auch den Teil von mir kennen lernen zu dürfen. Menschen hier auf den Philippinen sind so stark, fröhlich, hilfsbereit und einfach nur schön von innen und außen und ich bin froh ein Teil dieser Kultur zu sein. Wir werden eines Tages zurück kommen und mehr sehen, aber jetzt geht es auf in ein neues Abenteuer, Malaysia. Gibt es unter uns auch welche mit gemischter Herkunft oder Freunde? Und was verspürt Ihr?





